Sicherheitstechnik

Brandschutz

Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen dienen nicht nur der Brandsicherheit im Betrieb, sondern beeinflussen im Brandfall auch den Erfolg der Feuerwehren in einem wesentlichen Ausmaß.

Auf jeder Anlage muss im Zuge des VEXAT Dokuments ein Brandschutzplan, der auch mit der örtlichen Feuerwehr besprochen wird, und ein Brandalarmplan, welcher die richtigen Anweisungen im Brandfall oder bei Explosion beinhaltet, auf der Anlage sichtbar aufgehängt sein.

Explosionsschutz

Die VEXAT wurde auf Grund des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes erlassen. Nach §5 ist der Arbeitgeber verpflichtet, Explosionsgefahren zu ermitteln und zu beurteilen, dies in einem Explosionsschutzdokument zu dokumentieren und immer auf aktuellem Stand zu halten. Nach einer genauen Erhebung der Anlage werden vom Ersteller des VEXAT Dokuments die Ex-Zonen ausgewiesen. Diese werden in einem Ex-Zonenplan, welcher dem Vexat Dokument beigelegt ist, dargestellt. Zusätzlich bekommen die Betreiber der Anlagen eine Unterweisung über das VEXAT Dokument. Im Zuge der Unterweisung werden auch die Mängel welche die Anlage aufweist besprochen und optimale Lösungen zur Umsetzung festgehalten.

Kläranlagen- und Biogasanlagenbetreiber müssen VEXAT Dokumente erstellen.

Sicherheitsanalysen

Mit einer Sicherheitsanalyse sollen alle relevanten Gefahren, die von der Betriebsanlage ausgehen können, ermittelt werden. Für kleinere Anlagen bietet sich die Anwendung des sogenannten Checklistenverfahrens an, während für größere Anlagen mit einem entsprechendem Gefahrenpotential die Anwendung beispielsweise des PAAG-Verfahrens erforderlich werden kann.

Sicherheitsanalyse mit Hilfe des Checklistenverfahrens

Bei dieser Prüfmethode wird vorerst die Betriebsanlage in Teilanlagen gesplittet, die in sicherheitstechnisch relevant bzw. nicht relevant eingeteilt werden. Für die einzelnen sicherheitstechnisch bedeutsamen Anlagenteile werden anschließend die relevanten Gefahren ermittelt, indem von praxiserprobten Checklisten mit generellen Gefahrenquellen ausgegangen wird.

Sicherheitsanalyse mit Hilfe des PAAG-Verfahrens

Zur Beschreibung verfahrenstechnischer Anlagen ist das für chemische Anlagen entwickelte PAAG-Verfahren besser geeignet.

Das PAAG-Verfahren wurde basierend auf den englischen HAZOP (Hazard and operability studies) Richtlinien durch die Sektion Chemie der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) entwickelt.

Die Abkürzung PAAG steht für:

  • P rognose
  • A uffinden der Ursachen
  • A bschätzung der Auswirkungen
  • G egenmaßnahmen

Die Anlagenkomponenten müssen zur Durchführung einer PAAG-Sicherheitsanalyse in PAAG-fähige Teilsystem zusammengefasst werden. Für diese Gruppen sind in Folge Sollfunktionen zu definieren und die Sicherheitsrelevanz zu bewerten.

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